Warning: A non-numeric value encountered in /home/.sites/136/site4917470/web/wp-content/themes/Divi/functions.php on line 5841
(+43) 664 816 36 13 office@kinesiologie-ward.at

KINESIOLOGIE
RENATA WARD

Korneuburger Str. 140
2102 Bisamberg (bei Korneuburg)
0664 816 36 13
office@kinesiologie-ward.at

Hallo meine Lieben,

im letzten Blogeintrag habe ich euch das Wohlbefinden-Modell von Martin Seligman vorgestellt, welches PERMA genannt wird . Das an erster Stelle stehende „P“ bei PERMA bedeutet „Positive Emotionen“.

Es ist ganz einfach und nachvollziehbar: je mehr Positive Emotionen wir haben desto glücklicher sind wir.

Die PP (Positive Psychologie) nennt 10 positive Grund-Emotionen:

Freude, Dankbarkeit, Heiterkeit, Interesse, Hoffnung, Stolz, Vergnügen, Inspiration, Ehrfurcht und Liebe.

Dies sind Zustände die aller samt sehr schön sind und nach denen wir alle streben. Doch wie können wir sie erreichen wenn die langweilige Tagesroutine uns eingeholt hat und rund herum von lauter unangenehmen Dingen berichtet wird?

Es gibt viele Ansätze, mehr Positive Emotionen ins Leben zu bringen. Im letzten Blogeintrag habe ich euch zur bewussten Wahrnehmung von positiven Micro-Momenten animiert. Heute möchte ich euch von der Theorie der positiven Aufwärtsspirale von Barbara Fredrickson erzählen.

Gemäß dieser Theorie führt der Weg zu Positiven Emotionen (PE) über das Ausüben von Leidenschaften – d.h. Aktivitäten, die man besonders gerne tut. Sobald wir etwas tun, was uns gefällt und was wir mögen, entstehen spontane positive Gedanken, aus welchen sich Positive Emotionen bilden. Je mehr PE wir haben desto mehr entfalten sich unsere intellektuellen und sozialen Potenziale und unsere physischen Ressoursen: wir werden offener, freundlicher, kreativer, interessierter, stärker und gesünder. Daraus entstehen noch mehr PE. Wir bewegen uns auf einer Aufwärtsspirale der Positivität. Positivität kurbelt sich so zu sagen von alleine an!

Nehmen wir als Beispiel das Laufen: während des Laufs entstehen in unserem Kopf viele positiven Gedanken z.B. „das Wetter ist heute echt schön“, „die Vögel zwischern wieder“, „ich bin heute gut in Form“, „der Typ von gegenüber schaut interessant aus“, „heute bin ich schneller als letztes Mal“ usw… Aus diesen Gedanken bilden sich rasch PE (Freude, Heiterkeit, Interesse, Dankbarkeit, Stolz…).

Nach so einem erfüllten Lauf sind wir gut drauf – wir kommen nach Hause und sind freundlicher zu unseren Mitbewohnern, wofür wir mit Gleichem belohnt werden :-). Wir können leichter und konstruktiver denken – die Lösung eines Problems, an dem wir seit gestern grübeln, fällt uns auf einmal ein. Am Abend können wir besser einschlafen und wenn’s gut geht wachen wir am nächsten Morgen ausgeruht und positiv gestimmt auf.

Wenn wir das regelmäßig machen (unsere Leidenschaft regelmäßig ausüben) stellt sich die Aufwärtsspirale ein und wir werden generell, über längere Zeiträume, mehr positive als negative Emotionen empfinden und resilienter, also widerstandsfähiger, gegen die negativen Ereignisse und Krisen werden.

Auch bei Seligman bildet die Ausübung einer Tätigkeit mit Engagement eine tragende Rolle. Sobald wir eine Tätigkeit mit Engagement ausüben und uns auf diese voll und ganz konzentrieren (und das machen wir bei einer Leidenschaft meistens) geraten wir in den Zustand des „Flows“, in dem wir nur „im Hier und Jetzt“ sind und alles andere um uns vergessen. In einem Flow-Zustand sondert unser Gehirn besonders viele „Happy-Botenstoffe“ aus, die uns beflügeln und beschwingen.

Also meine Lieben: es gibt kein Pardon – eine Leidenschaft muss her (falls ihr noch keine habt)!!!

Macht euch daher eine Liste der Dinge, die ihr gerne tut und wählt etwas davon aus, was euch am besten liegt. Sportaktivitäten sind gut, weil dadurch auch Stress (Adrenalin) abgebaut wird, unsere physische Gesundheit unterstützt wird und darüber hinaus Glückshormone ausgeschüttet werden. Aber auch andere kreative Tätigkeiten wie Malen, Singen, Instrument spielen, Tanzen, Schreiben, Fotografieren, Garten gestalten, mit Holz arbeiten, Stricken, etwas neues Lernen usw. sind gut geeignet.

Tipps für Leidenschaft-Findung:

  1. Gibt es etwas was du früher gerne gemacht hast und jetzt aus irgendeinem Gründen aufgegeben hast? Warum nicht wieder anzufangen?
  2. Schließe mal die Augen und überlege in Ruhe was du als Teenager machen wolltest und nicht dazu gekommen bist. Es ist nie zu spät für die Erfüllung der Wünsche!
  3. Befrage die Freunde und Bekannte, welche Hobbies sie haben und lasse dich inspirieren.
  4. Befrage die Nachbarn/Freunde, ob sie eine Sportart praktizieren – vielleicht ist das auch etwas für dich und du kannst dich denen anschließen.
  5. Prüfe, welche Sportvereine es in der Umgebung deines Wohnortes bzw. deiner Arbeitsstätte gibt.
  6.  Schaue dir das Programm der nächsten Volkshochschule oder einer anderen Bildungsinstitution an, es gibt immer jede Menge interessante Kursangebote.

Wichtig ist dabei dass:

  • du das wirklich gerne machst,
  • die Tätigkeit in einem für dich möglichst angenehmen Umfeld ausgeübt wird (z.B. Laufen entlang des Gürtels wäre für mich kein angenehmes Umfeld),
  • nimm dir immer genug Zeit dafür (zwischen Tür und Angel schnell Laufen gehen kreiert keine PE und ist sogar kontraproduktiv);
  • die Tätigkeit harmonisch und nicht obsessiv ausgeübt wird (z.B. Laufen im Schneesturm oder bei extremer Kälte würde darauf hinweisen, dass die Leidenschaft eher schon zu einer Obsession geworden ist)
  • im besten Fall deine Fortschritte messbar sind und dich erfreuen können, wobei du dir dabei nicht zu hohe Ziele setzen und dich über Teilerfolge freuen sollst!

Der letzte Punkt ist nicht unbedingt zwingend: d.h. man kann etwas mit Freude ausüben ohne dass man großartige Fortschritte schafft (wie z.B. ich beim Tennisspielen). Die Voraussetzung hierbei ist, dass man die Tätigkeit schon einigermaßen beherrscht, so dass deren Ausübung Freude und nicht Frustration bringt und wir den Partner (falls vorhanden) gut leiden können. Hier stehen dann andere Aspekte in Vordergrund: das Ziel ist das Vergnügen am Spiel, die Gesellschaft der anderen Person, der Austausch untereinander und nicht der sportlicher Fortschritt. Aus Erfahrung weiß ich, dass dies auch gut funktioniert und Positive Emotionen einbringt!

Beachte:

Es gibt nie eine bessere Zeit anzufangen als Jetzt!

Falls du über wenig Zeitressourcen verfügst: mit wenig anzufangen ist besser als gar nicht!!!

Ich wünsche euch viel Motivation und viele Positive Emotionen und stehe euch mit Rat und Tat gerne zur Verfügung!

Seid die beste Version eurer selbst!

Eure Renata

Logo