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KINESIOLOGIE
RENATA WARD

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Denn das ist eben die Eigenschaft der wahren Aufmerksamkeit, dass sie im Augenblick das Nichts zu allem macht.

Johann Wolfang von Goethe

 

Ich verbrachte das vergangene Wochenende bei sonnigen 20 Grad im Salzkammergut und es war einfach überwältigend: die Farbenpracht der Bäume, die Stille des Wassers, der Geruch des feuchtes Laubes, die filigranen, glitzernden Spinnennetze, die brummenden Insekten, die immer noch an Sommer denken… Ich war verzaubert und dankbar an diesem Zauber teilhaben zu dürfen.

Vorbeigehend an der Red Bull Zentrale in Fuschl am See fragte mich dann, ob die Red Bull-Mitarbeiter die Schönheit deren Arbeitsplatzes auch jeden Tag sehen und bewundern? Wahrscheinlich nicht in diesem Ausmaß, in dem ich sie empfunden habe.

An einem ruhigen, arbeitsfreien Tag in der Natur fällt uns viel leichter das Naturspiel bewusst wahrzunehmen und zu beobachten, wir vergessen den Alltag und konzentrieren uns auf das Hier und Jetzt – wir sind achtsam!

Wenn wir achtsam sind, so lenken wir unsere volle Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment, auf den jetzigen Augenblick. Dabei sollen wir wohlwollend, akzeptierend, unvoreingenommen und offen bleiben. Auf keinem Fall negativ oder kämpferisch.

Wie wohltuend die Achtsamkeit für unsere Psyche ist, hat inzwischen nicht nur die Positive Psychologie, sondern die gesamte psychotherapeutische Welt erkannt.

ein paar Momente am Fuschlsee

 

Was bringt uns die Achtsamkeit:

  • Während wir uns auf etwas Gegenwärtiges konzentrieren, können wir nicht gleichzeitig über unsere Probleme und Sorgen grübeln – die negativen Gedanken legen also eine Pause ein.
  • Achtsamkeit fördert die Fähigkeit, das Schöne im Leben in jedem Augenblick zu erkennen und zu erfahren. Wir erleben mehr schöne Momente jeden Tag.
  • Durch die gesteigerte Wahrnehmung lernen wir uns und die Anderen besser kennen.
  • Das Gehirn belohnt unsere längere Konzentrationsphasen, in denen wir uns ganz dem hingeben, was wir gerade wahrnehmen, mit der Ausschüttung von „Happy-Botenstoffen“ wie Dopamin, Opiate und Opioide – wir werden generell glücklicher und erfüllter.

Achtsamkeit im Alltag bleibt meistens auf der Strecke, weil wir sehr vielen Ablenkungen ausgesetzt sind und oft in Eile agieren.

Die gute Nachricht ist jedoch: Jeder kann Achtsamkeit erlernen!

Durch tägliches praktizieren von kleinen Übungen wird sich die aufmerksame Haltung langsam automatisieren.

Hier ein paar Tipps, wie man Achtsamkeit im Alltag trainieren kann:

  1. Nimm 3 Mal am Tag für mindestens 30 Sekunden Deinen Atem wahr.
  2. Achte bei Mahlzeiten auf den Geschmack, die Farbe, den Geruch und die Struktur der Nahrung.
  3. Während eines Gesprächs konzentriere sich voll auf Dein Gegenüber und seine Aussagen, ohne dass Du gleich Deine eigene Geschichte erzählst bzw. Ratschläge erteilst.
  4. Beobachte wohlwollend jemanden in der U-Bahn, an der Bus-Haltestelle oder in der Schlange beim Supermarkt: Alter, Haare, Größe, Gewand usw. (bitte möglichst unauffällig damit es nicht falsch verstanden wird :-)).
  5. Nimm einen Gegenstand aus Deiner Tasche oder vom Schreibtisch (Lippenstift, Kugelschreiber, Notizbuch…) und beobachte ihn ein paar Minuten – die Form, die Farbe, das Material,… – wie fühlt es sich an wenn Du es in der Hand hältst?
  6. Wenn Du Deinen gewohnten Weg nach Hause gehst, betrachte die Umgebung so, als ob Du zu ersten Mal da wärest.

Wer Probleme mit Konzentration hat, kann das Beobachtete im Kopf erzählen z.B. „Die Dame gegenüber hat helle Haare mit rosa Strähnchen, sie ist geschätzte sechzig Jahre alt. Sie trägt einen roten Mantel und einen gelben Schal mit grünen Punkten“ usw.

Auf diese Weise bleiben wir gedanklich bei der Sache.

Wichtig ist es dabei nicht urteilend zu sein, sondern offen und wohlwollend (also nicht kommentieren: „komische Haare, seltsamer Geschmack“…usw)

Ich wünsche Euch viele achtsame Momente in diesem Herbst!

Wie immer gilt beim Üben: wenig ist besser als gar nicht!

Seid achtsam, seid glücklich, seid die beste Version Eures Selbst!

Mit lieben Grüßen

Eure Renata

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